Homepage von Oliver Heins

Technik ist politisch!

Im Frühjahr 2007 habe ich mein Studium der Sozialwissenschaften abgeschlossen. Meine Diplomarbeit zum Thema Maschine und Gesellschaft. Historische und theoretische Voraussetzungen von technokratischen Politik- und Gesellschaftstheorien beschäftigt sich mit technokratischen Paradigmen in den Natur- und Gesellschaftswissenschaften. In ihrem Zentrum steht das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.

Da ich überzeugter Anwender freier Software bin und nicht nur deren Entwicklungsmodell als ein emanzipatives begreife, sondern auch die damit einhergehenden Designprinzipien und Vorstellungen von Usability, möchte ich an dieser Stelle Einblick in die von mir verwendeten Programme und deren Konfiguration geben.

Auch für Anwender aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die ja in der Regel über keinen explizit technischen Hintergrund verfügen, ist meines Erachtens der Einsatz von Werkzeugen jenseits des Microsoft/Apple-Kosmos und dessen vorgeblich einfacher Benutzbarkeit sinnvoll. Wer etwa professionell mit Texten zu tun hat, braucht Werkzeuge, die es ihm ermöglichen, möglichst effektiv mit diesen umzugehen. Dabei darf der Einarbeitungsaufwand durchaus etwas höher liegen.

Die allermeisten grafischen Benutzeroberflächen gängiger Anwendungen und Betriebssysteme schränken den Benutzer unter dem Hinweis auf möglichst einfache Benutzbarkeit jedoch stark in seiner Ausdrucksfähigkeit ein. Die vorgebliche »Intuivität« der Benutzeroberflächer ist so nur ein anderer Ausdruck für die Regredierung des Anwenders auf ein frühkindliches Stadium – die Maus in der Hand haltend, zeigt der Anwender auf bunte Bildchen und stammelt »Da!«. Der Doppelklick ist die dem derart geistig Kastrierten zugebilligte höchste Form eines emphatischen Ausdrucks: »Da!Da!«. Nachdrücklicher ist dem Computer nichts mitzuteilen. (Zu einer ausführlicheren Betrachtung vgl. den vergnüglichen Essay von Neal Stephenson, Die Diktatur des schönen Scheins. Wie grafische Oberflächen die Computernutzer entmündigen. München 2002; der in der englischen Originalfassung auch auf der Website des Autors frei zur Verfügung steht.)

Ich setze auf meinen Rechnern in der Regel Debian GNU/Linux ein. Als Fenstermanager benutze ich dwm (zuvor wmii-3), als Texteditor kommt GNU Emacs zum Einsatz, als Textsatzsystem TeX/LaTeX. Texte schreibe ich mittels der auf deutsche Verhältnisse optimierten NEO-Tastaturbelegung (ähnlich dem englischen Dvorak-System). Mails und News lese ich mit Gnus, einem in Lisp geschriebenen Mail- und Newsreader für Emacs. Als Programmiersprachen (für kleinere Projekte und Aufgaben) Shell (bash) und Perl, außerdem beschäftige ich mich mit Ruby. Zudem natürlich ConTeXt/LaTeX/Plain TeX, und im Rahmen meiner Aktivitäten in der Webprogrammierung PHP und Javascript sowie Ruby on Rails.

Mit den erwähnten Applikationen ist auch zugleich das Programm für diese Homepage vorgegeben. Ich plane, nach und nach die (noch erheblichen) Lücken zu füllen. Derzeit kann ich jedoch nur Verweise zu einigen Unterseiten geben: meiner Konfiguration von dwm und wmii (veraltet), der vom Emacs sowie von Gnus und einem Vortrag zum Thema LaTeXen mit Emacs. Und ein Link zur Oberseite: den Sozialistischen Positionen, die ich mitgestalte. Ich bin unter die Blogger gegangen: blog.oliverheins.net

Zu guter Letzt möchte ich noch auf meine professionelle Homepage, scriptorium advanced document publishing, hinweisen. Dort sind weitere Beispiele meiner Arbeit dokumentiert.


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Letzte Änderung dieser Seite: Montag, 22. Juni 2009, 16:34.