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Aktuelle Artikelvon Stefan Janson Gregor Kritidis zeichnet in seinem Buch präzise die organisatorischen, theoretischen und personellen Entwicklungen der sozialistischen Linken außerhalb des Mainstreams der beiden politischen Hauptströmungen der Arbeiterbewegung zwischen 1945 und 1962 nach. Der Autor zeigt darüber hinaus die personellen und gedanklichen Verflechtungen zur "68er-Bewegung" auf. von Gregor Kritidis Der Proteststurm, den die Erklärung Korkoneas' auslöste, läßt sich in der Aussage zusammenfassen, nun sei Alexis Grigoropoulos zum zweiten Mal erschossen worden. Die "dreiste" und "provokative" Stellungnahme des Polizisten (so die linksliberale Tageszeitung To Ethnos) hätte jedoch nicht treffender zum Ausdruck bringen können, mit welcher Ignoranz und Realitätsverweigerung Regierung und Behörden auf die gesellschaftlichen Verwerfungen des heutigen Griechenland reagieren: Wer sich nicht konform verhält, und sei es nur durch den Aufenthalt im "falschen" Stadtteil, offenbart ein abnormes Verhalten, ist ein potentieller Chaot und Staatsfeind. von Gregor Kritidis Jeder Krieg hat einen Anlaß sowie eine Ursache. Im Fall des „Olympia-Krieges“ im Kaukasus zwischen Georgien und Rußland wollte sich in der deutschen Medienlandschaft mit dem Anlaß kaum jemand beschäftigen, dagegen war sich die Mehrheit der Kommentatoren in der Analyse der Ursachen des Krieges um so sicherer: Es handele sich um ein Wiederaufleben des russischen Imperialismus, mithin eine Neuauflage sowjetischen Expansionismus'. In einem Land, dessen politische, wirtschaftliche und militärische Eliten zweimal Krieg gegen Rußland geführt haben, ist diese vielfach mit antirussischen Ressentiments durchsetzte These von frappierender Schlichtheit. von Marcus Hawel Der Zwang zur Selbstbehauptung nationaler Geisteswissenschaften war und ist stets zu verspüren – sei es aufgrund tumber Überheblichkeit und Großmannssucht vergangener Zeiten oder als Folge der gegenwärtigen Herabsetzung des Geistes zu einem Marktsegment, in dem das kapitalistische Konkurrenzprinzip zwingend vorherrschend ist und die Ellenbogen der Geisteswissenschaftler sowie die der Kultur-Lobbyisten und -Technokraten im Sinne der national-ökonomischen Standortlogik ausgefahren werden müssen. von Kolja Lindner Der Hintergrund für den Erfolg von Sarkozys Multikulturalismus besteht in der Krise des französischen Republikanismus. Statt seinem universalistischen Anspruch gemäß entwicklungsoffen zu sein, hat sich das republikanische Modell gegenüber den gesellschaftlichen Realitäten abgedichtet und erlaubt nur noch Assimilation. Doch das Problem sitzt noch tiefer: wer in Frankreich rassistisch ausgegrenzt wird, hat ob der "kämpferischen Abstraktion" (Achille Mbembe) der Republik, in der angeblich alle Bürger gleich sind, so gut wie keine Möglichkeit, eine spezifische Diskriminierung als Muslim, Schwarze etc. geltend zu machen. Der gegenüber Differenz blinde Universalismus verunmöglicht so seine eigene Kritik. Das Arbeitsprogramm der Sozialistischen Positionen.
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