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Deutscher Presserat Bonn. – In Ihrem » Pressekodex « steht, daß die Presse religiöse Gefühle zu achten hat. Bitte weisen Sie darauf hin, daß nicht nur christ-liche Gefühle gemeint sind. Außerdem sollten Sie schnellstens den Kodex um einen - den weitaus wichtigsten - Grundsatz ergänzen Keine Zeitung darf sich dazu hergeben, einen Angriffskrieg zu propagieren.

Ludwig Stiegler, Reserveleutnant. – Als lautstarker prominenter und noch dazu bayerischer Sozialdemokrat, derzeit Vizevorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag, genießen Sie Beachtung in den Medien. Da kommt Ihr jüngster Spruch etwas verwirrend »Man kann der SPD nur dienen, indem man die Klappe hält.« Ihre Botschaft ist In der Partei soll das Gemosere über Münteferings Rentenpolitik endlich verstummen. Aber welchen Grad an Verallgemeinerung haben Sie im Sinne? Aus Ihren Bundeswehrzeiten müßten Sie wissen Kommandos brauchen Unmißverständlichkeit. Also bitte nachschieben, bis zu welchem Parteidienstgrad in Ausübung innerparteilicher Demokratie die Klappe zu halten ist.

Franz Müntefering, zeitweilig schwerhörig. – Interviewer der Süddeutschen Zeitung stellten Ihnen die folgende Frage »Wäre es nicht ehrlicher gewesen, die Renten zu kürzen, statt die Lebensarbeitszeit zu verlängern, obwohl viele Menschen keinen Job finden?« Dazu Ihre Antwort »Es wird ja niemand gezwungen, mit 67 in Rente zu gehen.« Da lag offenbar eine Kommunikationsstörung vor. Aber damit Ihre Nicht-Antwort besser haften bleibt, haben Sie ihr Anschaulichkeit mitgegeben »Mein Vater mußte mit 62 aufhören zu arbeiten. Der hat dann den Garten zwölfmal umgegraben. Mein Vater wußte nicht, was er sonst machen sollte. Aber das hat dem Garten nicht gutgetan.« Ein bedauernswertes Zwangsverhalten, das Sie von Ihrem Vater berichten, und nicht nur der Garten, so läßt sich vermuten, ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Solche Jugenderlebnisse haben nachhaltige Folgen. Wollen Sie deswegen möglichst lange im Amt bleiben? Das wäre gewiß gut für Ihren Garten. Aber Ihr offenkundig werdender Vorsatz, die Sozialpolitik so oft umzugraben, bis da gar nichts mehr gedeiht, erschreckt uns.

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister, Berlin. – Als kluger Mensch haben Sie Ihren Wohnsitz in Lichtenrade (am südlichen Rand der Hauptstadt) mit einem weiter im Norden gelegenen Domizil vertauscht. Denn kluge Leute sind auch vorausschauend. Einerseits ist es in Lichtenrade (was immer man sonst vom Süden behauptet) auch nicht wärmer als in Reinickendorf, andererseits könnte es dort bald empfindlich lauter werden. Denn dicht bei Lichtenrade wird sich der auch von Ihnen erstrebte neue Großflughafen ausbreiten, der, wie Sie zuversichtlich annehmen, Berlin außerordentlich begünstigt, nicht aber die Nachtruhe der Anwohner. Alsdann Gute Nacht!

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Ossietzky


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