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Utz Anhalt, Von Steinen und Bäumen. Ein Erfahrungsbericht zum Widerstand gegen den IWF- und Weltbankkongreß in Prag (Oktober 2000) Warum demonstrierten am 26. September ca. 15.000 bis 20.000 Menschen gegen IWF und Weltbank in Prag? Wer sich eingehend mit diesen beiden Institutionen beschäftigt hat, wird an ihnen nichts finden können, was nicht kritikwürdig, bzw. verdammenswert ist. IWF und Weltbank sind direkt verantwortlich für den Hungertod von Millionen von Menschen im Trikont. Die Kreditvergabe durch IWF und Weltbank an Länder, die diese nach jahrhundertelanger kolonialer Ausbeutung in die Schuldenfalle treiben, hat eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben, also des sozial-, gesundheits- und bildungspolitischen Bereiches der jeweiligen Gesellschaften, zur Folge. (24 Kommentare)
Marcus Hawel, Der Widerstand der Globalisierungsgegner. Die Demonstration S26 in Prag am 26. September 2000 (Oktober 2000) Vom 26. - 28. September 2000 veranstalteten IWF und Weltbank gemeinsam ihre 55. Sitzung. Als Tagungsort wählten sie die osteuropäische Metropole Prag, in die der damalige tschechische Premier Václav Klaus bereits 1996 eingeladen hatte. Die Vorkommnisse in Seattle, wo Globalisierungsgegner während des WTO-Gipfels demonstrierten, daß sie imstande sind, die Gipfel des Kapitals zu stürmen, hat die Herrschenden in der tschechischen Republik vor eine Bewährungsprobe gestellt: Ausnahmezustand und unverhältnismäßige Brutalität der Polizei sind die Reaktionen der Staatsmacht gewesen, weil sie um das Prestige des Landes bangte, das sich immerhin um die Mitgliedschaft in der EU bewirbt. (5 Kommentare)
Gregor Kritidis, Die studentischen Proteste vom Dezember 1997 im Kontext der Klassenkämpfe der 90er Jahre. (September 2000) In diesem Beitrag geht es nicht darum, den gesellschaftstheoretischen Modeströmungen a la Fukuyama verstaubte Dogmen entgegenzusetzen, wie der Begriff "Klassenkampf" vermuten lassen könnte. Der Begriff des Klassenkampfes wurde mit dem Scheitern des Bündnisses für Arbeit 1996 nicht von sozialistischen Kräften, sondern von den Gewerkschaftsführungen wieder eingeführt. (0 Kommentare)
Gregor Kritidis, Testfeld Griechenland. Die Diktatur der Gläubiger ist das Pilotprojekt für den Angriff auf die Unter- und Mittelschichten in ganz Europa (März 2010) Die Botschaft des informellen EU-Krisengipfels am 11. Februar war eine doppelte: Im äußersten Notfall werde die EU Griechenland finanzielle Unterstützung gewähren; gegenwärtig bestehe dazu aber keine Notwendigkeit. Bevor über konkrete Maßnahmen beraten werde, müsse die griechische Regierung selbst alle Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung ausschöpfen. Damit hat sich mit französischer Kooperation die restriktive Linie der Bundesregierung gegen die Interessen der anderen EU-Staaten, die – wie Spanien, Portugal, Italien und Irland – mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind, durchgesetzt. Dass dennoch direkte Finanzhilfen notwendig werden könnten – zeitweise wurden 25 Mrd. Euro diskutiert – will niemand bestreiten. (0 Kommentare)
Utz Anhalt (sopos), EZLN – Die widerspenstige Schnecke. Rezension (März 2010) Fünfzehn Jahre nach dem Aufstand der Zapatisten und der Entwicklung der Globalisierungskritik ist es an der Zeit, eine vorläufige Bilanz zu ziehen. Mit dem Buch "Der Aufstand der Zapatisten - Die "widerspenstige Schnecke (EZLN) im Spiegel der Bewegungsforschung" stellt sich der Sozialwissenschaftler Torben Ehlers aus Hannover dieser Aufgabe. Er erweist sich dabei als Kenner der sozialen Wirklichkeiten, Widersprüche und Probleme der mexikanischen Gesellschaft. (0 Kommentare) Seite: 1
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