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(97 Aufsätze)
Stefan Kalmring und Andreas Nowak, Globalisierungskritik und Solidarität. Zur Theorie, Strategie und Geschichte eines notwendigen Projekts (November 2009)  Der hoffnungsvolle Blick, der gegenwärtig von Europa aus auf Lateinamerika gerichtet wird, hat gute Gründe. Die hiesige Linke ist immer noch geschwächt und hofft auf Anregungen und Inspiration. Möglicherweise lässt sich am lateinamerikanischen Beispiel lernen, wie man die eigene Defensivposition überwinden kann? Die sozialen und politischen Prozesse in Lateinamerika haben stets eine gewisse Faszination auf die westeuropäische Linke ausgeübt, daher ist es naheliegend, in einer Zeit, in der die Zentren kraftvoller sozialer Kämpfe offenbar außerhalb Europas liegen, wieder nach Eingebungen aus Lateinamerika zu suchen. (0 Kommentare)
Wilfried Gaum, Die Krise der SPD – Autoritäre oder partizipatorische Demokratie. Rezension (September 2009)  Das Thema dieses von Heiko Geiling herausgegebenen Sammelbandes ist der Erosionsprozess der SPD, der nicht mit der Schröder-Fischer-Regierung begann, aber durch sie signifikant beschleunigt worden ist. (0 Kommentare)
Christoph Jünke, Viktor Agartz: Alles Geschichte oder was? Eine Entgegnung auf Stefan Janson (September 2009)  Es ist nicht lange her, da besprach Stefan Janson auf sopos.org Gregor Kritidis' Werk über die linkssozialistische Opposition der 1950er Jahre in euphorischem Ton: »Wer heute einen Weg zur Transformation der kapitalistischen Gesellschaft sucht, sollte sich vom Reichtum emanzipatorischen Denkens nach 1945 inspirieren lassen. Angesichts der Versuche, die Zeit zwischen 1945 bis 1968 als eine ›Zeit des Wirtschaftswunders‹ und des ›Wohlstandes für Alle‹ zu verklären, sollte jeder dieses Buch zur Hand nehmen, um sich kritisch mit jener Zeit auseinanderzusetzen und die alternativen, aber unterdrückten Entwicklungspfade kennen und nutzen zu lernen.« Anscheinend auf den Geschmack jener Zeit gekommen, hat er nun ein weiteres Werk besprochen, ein Werk, das man durchaus als vertiefende Fallstudie des Kritidischen Werkes betrachten kann – und eines zudem aus einer ganzen Reihe anderer, vergleichbarer Bücher, die in den letzten Jahren diese terra incognita der deutschen Linken aufarbeiten. Doch wie anders ist der Ton seiner Rezensentenmusik, wenn Janson in seinem Beitrag »Viktor Agartz – eine Persönlichkeit der historischen Arbeiterbewegung« auf das von Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten und Peter Raane herausgegebene Werk »Zur Aktualität von Viktor Agartz« zu sprechen kommt. (0 Kommentare)
Marcus Hawel, Die verdrängte Erbschaft des Herbstes 1989. Blick zurück mit und ohne Jürgen Habermas (Juni 2009)  Es ist der Sozialphilosoph Jürgen Habermas, der wie kein Zweiter in unserer Republik über Jahrzehnte bundesrepublikanischer Geschichte die politischen Entwicklungen nicht nur reflexiv begleitet, sondern auch die entsprechenden Stichworte geliefert hat, die sich zu prägenden, hegemonialen und die Wirklichkeit wahrnehmenden Begriffen ausgebildet haben. Habermas’ Begriffe besitzen allerdings eine bundesrepublikanische Schlagseite. (0 Kommentare)
Marcus Hawel, Dämmerung des demokratischen Rechtsstaates? Zur Renaissance des Dezisionismus (Mai 2009)  60 Jahre Grundgesetz: Wenn Jubiläen gefeiert werden, wird meistens viel Tamtam erzeugt. Vor 60 Jahren wurde das Grundgesetz verkündet. Heute wird es als "Erfolgsmodell" gefeiert. Das Tamtam lenkt aber davon ab, dass unser Rechts- und Sozialsystem in einer tiefen Krise steckt. - Schon deshalb wird die Meistererzählung vom »demokratischen Erfolgsmodell« von den herrschenden Eliten gegen Kritik verteidigt: Sie ist nützliches Vehikel für den Umbau der Gesellschaft, d.h. den Abbau sozial- und rechtsstaatlicher Strukturen, ohne dabei der Hypothek nationalsozialistischer Vergangenheit ins Auge sehen zu müssen. (0 Kommentare) Seite: 1 2
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