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Utz Anhalt, Tiere und andere Menschen. Rezension (Januar 2012) Die Grenze zwischen Mensch und Tier verwischt zunehmend. Schon 1975 stieß der Philosoph Peter Singer mit "Animal Liberation" und der Forderung nach Menschenrechten für die großen Menschenaffen die Debatte um Rechte für Tiere an. Mit "Human-Animal Studies – Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen" ist ein aktueller Sammelband zu dieser Debatte erschienen. (0 Kommentare)
Stefan Janson, "Ausgewachsen". Neue Literatur zum "Postwachstum" (September 2011) Fukushima ist das letzte Fanal einer Zivilisationskrise, "einer Krise der Gesellschaften, die auf unkontrollierbare Großtechnologien und destruktive Energieformen angewiesen sind, um kontinuierliches Wirtschaftswachstum zu befeuern."[1] Und das, um den Bequemlichkeiten einer kleinen Minderheit der Weltbevölkerung dienlich zu sein und mit ihrer imperialen Lebensweise zugleich auch deren imperialen Habitus und die dazugehörigen Denkweisen am Laufen zu halten ("Schmelzer/Passadakis: 'kosmopolitische Plünderungsökonomie'"). Vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, die Frage nach der Wirkungsweise und Perspektive einer kapitalistischen Zivilisation in ganz anderer Schärfe und Konsequenz zu stellen als in den vergangenen Jahrzehnten. Der Autor stellt zwei Bücher und mit ihnen eine Bewegung vor, mit der sich alle auseinandersetzen müssen, die "eine andere Welt für möglich halten". (0 Kommentare) Marcus Hawel, Resurrektion der Natur. Das Eingedenken in die Natur als Subjekt (November 2010) Wir müssen uns darüber im Klaren werden, dass es allgemein um unser Verhältnis zur Natur, zum Leben geht, von dem wir uns selbst zu emanzipieren haben, weil wir darin eine ungeheuerliche Destruktionskraft entdecken, die uns selbst die Existenzgrundlage entzieht. Einhegung und Bändigung durch Verantwortungsethik ist zu wenig. Wir müssen uns von unserem destruktiven Umgang mit der Natur befreien, und dieser Befreiung steckt der Kapitalismus wie ein Fahl im Fleische. (0 Kommentare)
Athanasios Karathanassis, Umweltpolitik, ökonomische Naturverhältnisse und die Systemfrage. Einblicke und Ausblicke aus politisch-ökonomischer Sicht (Oktober 2010) Wenn vorherrschende Politiken sich als unbrauchbar erweisen, die gegenwärtigen Ausmaße von Naturzerstörungen nachhaltig einzudämmen und kritische Fragen nach der Rolle der Ökonomie in diesem Kontext weitestgehend ignoriert werden, drängt sich das Erfordernis der kritischen Analyse des ökonomischen Naturverhältnisses auf. Erweisen sich zudem eine "innere Logik" bzw. allgemeine Gesetzmäßigkeiten des Kapitals sowie besondere Varianten ihrer praktischen Umsetzung als ursächlich für die gegenwärtigen destruktiven gesellschaftlichen Naturverhältnisse bleibt es unerlässlich, Lösungen dieser Probleme jenseits bisheriger Politiken und kapitalistischer Ökonomien zu suchen. (0 Kommentare)
Yvonne Ploetz, Stefan Kalmring, Instabile Reformblase. Der Green New Deal verspricht die Lösung der Dreifachkrise. Doch mit den bisherigen Konzepten lässt sich keine sozial-ökologische Zukunft gestalten (Oktober 2010) Das Programm eines Green New Deal schickt sich an, die fundamentalen Probleme unserer Zeit auf einmal zu lösen: Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Umweltkrise, das Auseinanderdriften von Reich und Arm in den entwickelten Ländern, aber auch global, sowie die Krise der politischen Repräsentation. Letztere drückt sich in einem massiven Vertrauensverlust vieler Menschen in unser politisches System aus. Große Bevölkerungsteile glauben nicht mehr, dass Parteien, Gewerkschaften und Verbände ihre Probleme wirkungsvoll bearbeiten würden. (0 Kommentare) Seite: 1 2
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