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(7 Aufsätze)
Wilfried Gaum, Akkumulation durch Enteignung. Eine Bilanzierung der Privatisierung in Deutschland (Juli 2006) Der Kölner gelernte Philosoph und Publizist Werner Rügemer legt mit seinem Buch eine Bilanz der Privatisierungen in Deutschland vor und kommt zu einem ernüchternden, aber für die Linke sicherlich nicht überraschenden Ergebnis: Privatisierte öffentliche Dienstleistungen werden für die Bürger nicht billiger, sondern teurer; die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten werden schlechter bis miserabel; jenseits aller Propaganda, daß sich die Qualität der privatisierten Dienstleistungen verbessere, ist das Gegenteil der Fall; ein Filz von politischen und privatwirtschaftlichen Eliten aus Politik, Wirtschaft, Beratungsfirmen und Anwaltskanzleien bereichert sich, zum Teil recht schamlos, und wird dafür noch in nicht wenigen Fällen durch den Wiedereinstieg in hohe und höchste politische Ämter belohnt. (1 Kommentar) Alberto R. Bonnet, Die Grenze der Anpassung. Argentiniens Krise droht sich auszuweiten (Oktober 2002) Das argentinische Modell des Neoliberalismus lebte nicht nur auf Pump, sondern auch von Lohndrückerei und extremer Ausbeutung. Während der akuten Krise im Dezember 2001 gingen Zehntausende auf die Barrikaden und dem IWF die Konzepte aus. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen, daß die Situation Argentiniens in Lateinamerika kein Einzelfall ist. (0 Kommentare) Volker Bräutigam, China auf dem Weg in die WTO. (Januar 2002) Welches Interesse kann ein EU-Bürger an chinesischer Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) haben? Wenn ein deutscher arbeiter und ein deutscher Bauer gegen ihre chinesischen Kollegen konkurrieren müßten, ungeschützt, unter Rahmenbedingungen, die von internationalen Banken und Konzernen definiert werden, dann könnten sie nur verlieren. Auf den Agrar- und den Arbeitsmärkten ließen sich die Systemunterschiede nicht ohne umsturzartige Veränderungen ausgleichen. Gewinnen würden Banken und Kapital. Verlieren die Menschen. Zur "Abfederung" - Pläne dafür gibt es - müßten die nationalen Regierungen ihre Steuerpolitik der neuen Lage anpassen. Die Folgen wären, denn so verlangen es die reichen nun einmal, weltweit noch größere Belastungen der Armen und der gering Verdienenden sowie noch mehr Steuernachlässe für Banken, Versicherungen, rohstoffhändler und Industriekonzerne. (0 Kommentare) Martin Janz, Neues Geld, alte Werte. Der Euro und die nationale Identität (Januar 2002) Es ist noch gar nicht lange her, da schien unvorstellbar, daß die Deutschen sich so unspektakulär von ihrem liebsten Kind, der Deutschmark, verabschieden und das neue Geld, den Euro, so widerspruchslos annehmen würden. Angst ging damals um: Was wird aus der starken deutschen Mark, wenn sie mit der notorisch schwächelnden Lira, dem luftigen Franc, dem verschnupften Pfund und anderen zweit- bis drittklassigen europäischen Währungen vereinigt wird?
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Iris Tinsel, Kreative Wege in die Pleite. Währungspolitik in Argentinien (Januar 2002) Argentinien befindet sich trotz Anbindung an den Dollar in einer ausweglosen Lage Die Akzeptanz der nationalen Währungen war in der Bevölkerung immer begrenzt.
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