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Marcus Hawel, Die verdrängte Erbschaft des Herbstes 1989. Blick zurück mit und ohne Jürgen Habermas (Juni 2009)  Es ist der Sozialphilosoph Jürgen Habermas, der wie kein Zweiter in unserer Republik über Jahrzehnte bundesrepublikanischer Geschichte die politischen Entwicklungen nicht nur reflexiv begleitet, sondern auch die entsprechenden Stichworte geliefert hat, die sich zu prägenden, hegemonialen und die Wirklichkeit wahrnehmenden Begriffen ausgebildet haben. Habermas’ Begriffe besitzen allerdings eine bundesrepublikanische Schlagseite. (0 Kommentare)
Marcus Hawel, Zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel. Versuch, uns und anderen Israel von "außen" zu erklären (Mai 2008)  Der Zionismus apostrophiert den Staat Israel als "Judenstaat", der mit der Shoah des europäischen Judentums historisch und kausal verkettet ist, denn die Staatsgründung ist zumindest durch den Massenmord an den europäischen Juden beschleunigt worden, wenn nicht überhaupt erst dadurch zustande gekommen. Die Shoah ist gleichsam zur "raison d'être der nationalen jüdischen Heimstätte" geworden. Aber es gilt dennoch Judentum, Zionismus und Israel begrifflich, praktisch und lebensweltlich zu unterscheiden. (2 Kommentare)
Ulla Jelpke, Die alltägliche Gewalt der Neonazis. (April 2006)  Einen unbehaglichen Fernsehabend bereitete die ARD am 23. März den Zuschauern. Anhand konkreter Fälle berichtete das Erste Programm über rechtsextreme Gewalt in Sachsen-Anhalt. Mehr als durch bloße Zahlen in Statistiken wurde endlich einmal einem Millionenpublikum klar gemacht, wohin es führt, wenn die Behörden, auf dem rechten Auge blind, die Neonazis gewähren lassen. (0 Kommentare)
Eckart Spoo, Normales Herrenmenschentum. (September 2007) Deutschland müsse endlich wieder normal werden – das war der Schlachtruf des deutschen Imperialismus nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und blieb es nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg bis heute. Die Politiker und Publizisten, die unentwegt Normalisierung fordern, unterstellen damit, daß Deutschland benachteiligt sei. Das suggerierten Kaiser und Kanzler seit Gründung des Deutschen Reiches: Deutschland stehe im Schatten, müsse endlich einen Platz an der Sonne erhalten, also ihn sich verschaffen, müsse also aufrüsten; es brauche eine Flotte, um alle Küsten der Welt zu kontrollieren, damit deutsche Kaufleute überall ihre Tüchtigkeit beweisen, also alle anderen niederkonkurrieren könnten. Denn der ersehnte, beanspruchte, immer ungestümer geforderte Normalzustand ist erst erreicht, wenn der deutsche Imperialismus schrankenlos herrscht, global. (0 Kommentare) Rolf-Henning Hintze, Keine Wiedergutmachung? Der Genozid an den Herero und Nama wird Thema im Bundestag (Juli 2007) Die Linksfraktion im Bundestag hat jüngst die Bundesregierung aufgefordert, das "Recht der Herero und Nama auf Wiedergutmachung" anzuerkennen. Damit kommt auch in Deutschland Bewegung in die Debatte über den Genozid der deutschen Kolonisatoren ab 1904. Und in Namibia gibt die Swapo ihren Widerstand gegen die Forderungen der Herero und Nama langsam auf. (1 Kommentar) Seite: 1 2
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