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Peter Konwitschny, Tatjana Freytag, Marcus Hawel, Theater von heute: Spielen gegen den Utopieverlust. Über mechanisches und lebendiges Theater, über die Liebe zur Oper, den Beruf als Regisseur und die Inszenierung von Luigi Nonos Stück »Unter der großen Sonne von Liebe beladen« an der Staatsoper in Hannover (Februar 2008) Sie sagen, es geht im Theater darum, das Leiden an den falschen politischen Zuständen beredt werden zu lassen. Die Aufgabe der Kunst sei es zu verdeutlichen, dass die Welt besser werden soll. Kann denn Theater als eine Form informeller Politik für die institutionelle Politik ein Korrektiv sein? (0 Kommentare)
Susann Witt-Stahl, Die Kritische Theorie wurde zu Grabe getragen. Ein Gespräch mit Moshe Zuckermann (September 2006) In Israel zählt der Universalgelehrte Moshe Zuckermann schon längst zu den bedeutendsten Vertretern der Kritischen Theorie. Mit seinem geistigen Vater Theodor W. Adorno verbindet ihn ein ideologiekritisches Denken, für das Auschwitz - wo, so Zuckermann, die "Entindividualisierung des Individuums als historischer Prozeß kulminiert" ist - unerschütterbare Voraussetzung ist. Es geht um ein Denken, das in die Frage mündet: "Wie können wir eine Gesellschaft schaffen, in der Menschen nicht mehr zu Opfern werden?" (1 Kommentar)
Gregor Kritidis, Karneval in schwarz-rot-gelb. (Juni 2006) Die herrschenden Ideale sind stets die Ideale der Herrschenden - für diesen Satz ließe sich gegenwärtig beliebig Anschauungsmaterial erheben. In den Tagen vor Eröffnung vor der Fußball-WM wurden die Deutschland-Fähnchen inklusive Fähnchenhalter zu Dumpingpreisen in den Markt gedrückt. (1 Kommentar)
Tilman Vogt, "Du unintelligentes Stück deutsche Scheiße". Im HipHop drücken migrantische und deutsche Jugendliche ihren Frust aus (Oktober 2005) Tut man all diese Entwicklungen des HipHop einfach ab, so verschließt man die Augen vor einer Tendenz, die mit der zunehmenden Verelendung der Gesellschaft fortschreitet. Der Großteil der Ghetto-Rapper und ihrer Zuhörer tummeln sich im Bodensatz der Gesellschaft - dem so genannten "Lumpenproletariat". (62 Kommentare)
Sven Oliveira Cavalcanti, Kulturindustrie als Massenbetrug. Zur Entstehungsgeschichte der Kulturtheorie der kritischen Theorie. (Dezember 2004) Kritische Theorie stellte stets die Frage ums gesellschaftliche Ganze, um den Zusammenhang zwischen Barbarei und Zivilisation, zwischen möglichem Glück und tatsächlicher Herrschaft. Ihre zentrale Frage bestand in der Analyse des Zusammenhang zwischen Kultur und Barbarei und darin zu fragen warum die ausgebreitete Zivilisation so weit von der Verwirklichung dessen entfernt ist, was Kultur bis heute nur vergebens versprach, nämlich das es keinen Hunger mehr auf der Welt gibt.
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