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Marcus Hawel, Krise und Geschichte. Zum Entstehungszusammenhang kritischer Theorie (Januar 2013)  Die kritische Theorie war von Anbeginn eine Theorie der Krise in einem dreifach geschichteten Sinne. In ihr verdichtete sich eine mehrdimensionale Krisenkonstellation: Sie reflektierte erstens auf die Krise des Kapitalismus der ausgehenden 1920er und 1930er Jahre, zweitens auf das Scheitern der Arbeiterbewegung und der proletarischen Weltrevolution von 1917/18 sowie drittens auf die parallel einhergehende und sich daran anschließende Krise des Marxismus, welcher aus sich allein heraus nicht imstande war, das Scheitern in der Krise begrifflich zu erfassen und statt dessen in den Sog der Verdinglichung geriet. Die immanente Verarbeitung der Erfahrung dieser dreifach verdichteten Krisenkonstellation rief die kritische Theorie auf den Plan. (0 Kommentare)
Meinhard Creydt, Linke Illusionen über die funktionale Differenzierung. Zur These vom gegen die Kapitalverwertung mobilisierbaren Eigensinn der ökonomie-externen Bereiche (Juni 2010)  Der progressive Verstand setzt hoffnungsvoll auf Gegensätze zwischen der Kapitalverwertung einerseits und den ihren Logiken nicht direkt unterworfenen Sphären (Bildung, Wissenschaft, Sozialwesen u. a.) andererseits. Diese Sphären bilden einen positiven Bezugspunkt, der emanzipatorische Perspektiven fundieren können soll. Ich skizziere im folgenden den in dieser Position enthaltenen rationalen Kern, stelle die Annahme eines diesen Gesellschaftsbereichen jeweils zugeschriebenen Eigensinns infrage und umreiße Probleme, die mit der progressiven Inanspruchnahme des Eigensinns der nicht direkt kapitalistisch betriebenen Gesellschaftsbereiche verbunden sind. (0 Kommentare)
Heiko Vollmann, Der Geist geistloser Zustände – Religionskritik als Kritik gesellschaftlicher Entfremdung. Vortrag zur (fast) gleichnamigen Tagung von GI und MASCH HH, Hannover 7./8.5.2010) (Mai 2010)  Im öffentlichen Diskurs der westlichen Gesellschaften wird Religion heute ambivalent beurteilt, sie gilt einerseits als veraltete, unmoderne und in gewissen Formen als falsche und gefährliche Bewußtseinsgestalt, andererseits wird ihr gerade für den Zusammenhalt der modernen Gesellschaft eine wichtige Funktion zugesprochen. (0 Kommentare)
Utz Anhalt, Tiere und andere Menschen. Rezension (Januar 2012) Die Grenze zwischen Mensch und Tier verwischt zunehmend. Schon 1975 stieß der Philosoph Peter Singer mit "Animal Liberation" und der Forderung nach Menschenrechten für die großen Menschenaffen die Debatte um Rechte für Tiere an. Mit "Human-Animal Studies – Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen" ist ein aktueller Sammelband zu dieser Debatte erschienen. (0 Kommentare)
Carl Unwert, Hinter den Masken des Akademischen. Wie Kapitalinteressen und Hochschulreformen die Universitäten verändern (November 2011) Eine kurze „Typisierung“ der Akteure an deutschen Universitäten zwischen klassischen Hierarchisierungen und dem Versuch ihrer Umgestaltung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. (0 Kommentare) Seite: 1 2
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