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Alicia Allgäuer und Isabella Radhuber, Nicht aus einer Rippe Evos. Indigene Frauen in Bolivien auf dem Weg zu politischer Partizipation (Januar 2008) Seit August 2006 arbeiten 21 thematische Kommissionen der Verfassungsgebenden Versammlung an der Neugründung der Republik Boliviens. 88 Frauen nehmen daran aktiv teil. Viele von ihnen kommen aus den sozialen, indigenen und Frauenbewegungen. (0 Kommentare)
Judith Goetz, Feminismen in Argentinien. Interviews (Januar 2008) In Europa können nur die inzwischen seit dreißig Jahren bestehenden "Madres de la Plaza de Mayo" und deren Kampf gegen die argentinische Militärdiktatur einen gewissen Bekanntheitsgrad aufweisen. Über Argentiniens Frauenbewegung ist hingegen kaum etwas bekannt. Dabei ist sie nicht nur sehr aktiv, sondern auch äußerst pluralistisch. (0 Kommentare)
Urvashi Butalia, Seid umschlungen, Millionen. Die indische Frauenbewegung zwischen Lobbypolitik und Identitätskonflikten (Oktober 2005) Seit Anfang der 1970er Jahre geht die indische Frauenbewegung recht erfolgreich gegen Diskriminierungen wie Witwenverbrennung und Mitgiftzahlungen vor. Der erstarkende religiöse Fundamentalismus in Indien setzte jedoch auch feministische Positionen unter Druck. Wie geht die Frauenbewegung mit den Spannungen zwischen Kastenzugehörigkeit, Religion und Geschlecht um? (0 Kommentare)
Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf, Auf eigene Rechnung. "Gender Gap" in der informellen Ökonomie (März 2003) Die weibliche Arbeitskraft ist als eine "geschlechtslose Arbeitskraft" ohne Rücksicht auf Reproduktionsverpflichtungen interessant. Gleichzeitig läßt sie sich gerade aufgrund ihrer Geschlechtlichkeit - ihrer reproduktiven Rolle - alternativlos in die Informalität zwingen. (1 Kommentar)
Sabine Kebir, Die deutsche Mutter. (Januar 2002) Schlechte Rezensionen und Verunglimpfungen - bis hin zur Behauptung allzu koketten Auftretens der Autorin bei Vorträgen - machten mich auf das Buch neugierig. Kritikerinnen empörten sich, daß Barbara Vinken Kontinuitäten des aktuellen deutschen Feminismus vom Faschismus her annimmt. Genau diese Vermutung war mir auch schon gekommen. Als Ostfrau hätte ich aber nie gewagt, sie in den Medien zu vertreten. Barbara Vinken ist Westfrau und hat u.a. in Aix en Provence, Paris und Yale studiert, lehrt in Frankreich, USA und an der Humboldt-Universität. Soviel Autorität ist nötig, damit in einem frauenbewegten Buch auch einmal klipp und klar stehen kann: Die Frauenpolitik der DDR und nicht die der Bundesrepublik hatte europäisches Niveau. In keinem anderen westlichen Land lassen sich auch heute noch Berufstätigkeit und Mutterschaft so schlecht vereinbaren. Konkurrieren mit den Männern im Beruf ist mangels öffentlicher Einrichtungen für Kinder erschwert. Karrierefrau und Mutter gleichzeitig zu sein, gilt noch immer als obszön - in der Gesellschaft, beim Staat und sogar bei Frauen selbst. Allenfalls ein Halbtagsjob gilt als vertretbar. Mutterliebe hat sich in ständiger Präsenz und symbiotischer Gemeinschaft mit dem Kind zu zeigen. Während in Frankreich gerade karrierebewußte Mittel- und Oberklassefrauen möglichst früh Ganztagseinrichtungen für ihre Kinder ohne Gewissensbisse in Anspruch nehmen, wird deutschen Müttern bis heute eingeredet, so entständen nie mehr heilende Seelen- und Charakterschäden. Diese Mütter-Ideolo-gie wird deutschen Frauen von den Medien unablässig eingebleut. Und deshalb muß die deutsche Mutter - auch wenn sie studiert und eigentlich glänzende Berufsaussichten hat - gerade in den Jahren, die für die Karriere wichtig sind, zu Hause bleiben. Kein Wunder, daß da viele gar nicht erst Mutter werden wollen. (0 Kommentare) Seite: 1 2
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