Aktuelle Artikelvon Dirk Krüger Kubas Tourismus boomt. Die Insel nimmt seit den 1990er Jahren einen Spitzenplatz unter den beliebtesten karibischen Reisezielen ein. Das war bereits in den 1920er und 1950er Jahren so. Doch während die Gäste heute vor allem aus Kanada und Europa anreisen, speiste sich der Strom der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich aus US-Touristen. Warum war das vorrevolutionäre Tourismusmodell Teil einer Fremdherrschaft? In welchem historischen Kontext entstand diese und mit welchen Methoden wurde der US-Fremdenverkehr aufgebaut? Welche Auswirkungen hatte dies auf die Lebensverhältnisse der kubanischen Bevölkerung? Inwieweit veränderte sich die touristische Dynamik nach der kubanischen Revolution von 1959? Sorgt die Obama-Ära bald für ein Comeback des US-Tourismus? von Utz Anhalt Der britische Geheimdienst baute im niedersächsischen Bad Nenndorf 1945 ein Verhörgefängnis auf, um Informationen über den befürchteten Aufbau einer NS-Untergrundarmee zu erhalten. Ursprünglich vorgesehen für höchste Nazis, wurden hier ab 1946 zusehends Kommunisten eingeliefert. Es kam zu schweren Misshandlungen von Gefangenen. von Meinhard Creydt Der progressive Verstand setzt hoffnungsvoll auf Gegensätze zwischen der Kapitalverwertung einerseits und den ihren Logiken nicht direkt unterworfenen Sphären (Bildung, Wissenschaft, Sozialwesen u. a.) andererseits. Diese Sphären bilden einen positiven Bezugspunkt, der emanzipatorische Perspektiven fundieren können soll. Ich skizziere im folgenden den in dieser Position enthaltenen rationalen Kern, stelle die Annahme eines diesen Gesellschaftsbereichen jeweils zugeschriebenen Eigensinns infrage und umreiße Probleme, die mit der progressiven Inanspruchnahme des Eigensinns der nicht direkt kapitalistisch betriebenen Gesellschaftsbereiche verbunden sind. von Heiko Vollmann Im öffentlichen Diskurs der westlichen Gesellschaften wird Religion heute ambivalent beurteilt, sie gilt einerseits als veraltete, unmoderne und in gewissen Formen als falsche und gefährliche Bewußtseinsgestalt, andererseits wird ihr gerade für den Zusammenhalt der modernen Gesellschaft eine wichtige Funktion zugesprochen. von Stefan Janson Der Autor würdigt den Sammelband "Über Marx hinaus – Arbeitsgeschichte und Arbeitsbegriff in der Konfrontation mit den globalen Arbeitsverhältnissen des 21. Jahrhunderts", herausgegeben von Marcel van der Linden und Karl Heinz Roth. Dabei zeigt er Stärken, aber auch Schwachstellen des Buches auf. Der Autor regt an, die Gedanken weiterzudenken und eine lebendige Diskussion über die in den Beiträgen aufgezeigten Probleme emanzipatorischer Theorie zu führen. Das Arbeitsprogramm der Sozialistischen Positionen.
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