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Aktuelle Artikelvon Marcus Hawel Der Zionismus apostrophiert den Staat Israel als "Judenstaat", der mit der Shoah des europäischen Judentums historisch und kausal verkettet ist, denn die Staatsgründung ist zumindest durch den Massenmord an den europäischen Juden beschleunigt worden, wenn nicht überhaupt erst dadurch zustande gekommen. Die Shoah ist gleichsam zur "raison d'être der nationalen jüdischen Heimstätte" geworden. Aber es gilt dennoch Judentum, Zionismus und Israel begrifflich, praktisch und lebensweltlich zu unterscheiden. von Peter von Oertzen, Manuel Kellner und Christoph Jünke Im Juni 2001 führten Manuel Kellner und Christoph Jünke ein umfangreiches, gleichermaßen biografisch wie politisch-theoretisch angelegtes Zeitzeugengespräch mit Peter von Oertzen, in dem es um Oertzens jahrzehntelanges freundschaftliches Verhältnis zu Ernest Mandel, dem bekannten marxistischen Ökonomen und politischen Aktivisten der IV. Internationale ging. Die hier folgenden (redaktionell bearbeiteten und von Peter von Oertzen autorisierten) längeren Passagen erschienen Ende 2006 in den Sozialistischen Heften für Theorie und Praxis, der dreimal im Jahr erscheinenden Beilage der Monatszeitung SoZ - Sozialistische Zeitung, und wurden der Sopos zur Online-Veröffentlichung von Christoph Jünke freundlicherweise zur Verfügung gestellt. von Wolfgang Pomrehn Es gibt Spaßvögel, die meinen, daß ein paar Celsius Grade mehr nicht so schlimm sein können, so schlecht wie das Wetter in Deutschland sei. Die 90.000 Mosambikaner, die Ende Januar auf der Flucht vor den Fluten des Sambesi umgesiedelt wurden, den vermutlich schlimmsten seit Menschengedenken, werden da sicher eine andere Meinung haben. Auch die über 30.000 zumeist älteren Menschen, die im Jahrtausendsommer 2003 nach Zählung der Weltmeteorologie-Organisation in Westeuropa an den extremen Temperaturen gestorben sind, vermitteln einen anderen Eindruck. von Winfried Rust Klimaschutz gehört derzeit zu den angesagtesten Themen der Politikinszenierung. Der Integration des Themas in den kapitalistischen Alltag kann durchaus Positives abgewonnen werden - etwa die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien. Problematisch ist allerdings, daß die Begrenztheit dieser Perspektive kaum zum Gegenstand kritischer Diskussionen gemacht wird. Erst aus der grundlegenden Kritik einer Produktionsweise, die auf der Ausbeutung von Mensch und Umwelt beruht, ergibt sich die Vorstellung einer Welt, die die Menschen als die ihre erkennen können. von Marcus Hawel Nur die Reichen können sich einen schmalen neoliberalen Nachtwächterstaat leisten und ihre Anerkennung gegenüber einem Rechts- und Sozialstaat verweigern, heißt es. Aber es käme auch für sie zum Nachteil. Sich den naturrechtlichen Zusammenhang der verfassungsrechtlich verankerten menschlichen Würde sowie des Rechts- und Sozialstaatsgebots zu vergegenwärtigen, das heißt den Gründergeist des Grundgesetztes wiederzubeleben, wäre indes allgemein dringend zu empfehlen. Das Arbeitsprogramm der Sozialistischen Positionen.
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